Das klingt simpel. In der Praxis wird es konsequent ignoriert.
Wir investieren in die Stärkung einzelner Bereiche, in Effizienzprogramme und Optimierungsinitiativen. Das Ergebnis: einzelne Teile werden besser – das Ganze bleibt zurück. Oder wird sogar schlechter, weil neue Engpässe entstehen die vorher nicht da waren.
Organisatorische Leistungsfähigkeit entsteht nicht in den Teilen, sondern im Zusammenwirken der Teile.
Das Zusammenspiel, die Wechselwirkungen, die unerwarteten Muster machen eine Organisation zu dem was sie ist. Sie entwickeln emergente Eigenschaften - Eigenschaften über die die einzelnen Teile nicht verfügen.
Wer nur auf Teile schaut, optimiert an der falschen Stelle. Der eigentliche Hebel liegt in der Koordination. Wie Arbeit durch das System fließt, wo Entscheidungen getroffen werden und wie Informationen weitergegeben werden.
Die Leistungsfähigkeit einer Organisation ist kein Zufallsprodukt. Sie ist eine Designentscheidung.
Dieser Beitrag ist im Original auf LinkedIn erschienen.




